Search Results for 'warhol rom'

Kontraklang: Nach Kagel

Sprechmusik, Peinlichkeit, Heilkräuter und ein heiserer Wanderer

Kontraklang hat am 15.12.2016 das Konzert „Nach Kagel“ im Heimathafen Neukölln organisiert. Ein Konzert, das dem Publikum viel mehr als nur Interesse oder Freude an der zeitgenössischen Musik abverlangte.

 

Kontraklang: Nach Kagel
Dorrit Bauerecker spielt Viscum album -
 © »mutesouvenir | kb«

 

Der deutsch-argentinische Komponist Maurizio Kagel (1931-2008) war einer der zeitgenössischen Komponisten, die das 20. und 21. Jahrhundert entscheidend mitgeprägt haben.  Ab den 1950er Jahren nahm er regelmäßig an den Darmstädter Ferienkursen für Neue Musik teil, 1957 ließ er sich in Deutschland nieder und war ab 1960 Dozent in Darmstadt.  Mit einem anderen borderliner, Wolf Vostell, organisierte er ab 1968 akustische und visuelle Happenings. 1969 folgte er Stockhausen in Köln nach. Kagel dirigierte viele seiner Werke selber oder war sonst irgendwie beteiligt und das war auch gestern Abend bei seinen Schülern und den Schülern von seinen Schülern so.

Diese stellten im Heimathafen einige ihrer Werke, die dem Genre Instrumentaltheater, Sprechgesang und Experimentalmusik angehören, vor.  Mimik, Gestik, Aktionen, Bewegungen, Noten, Wörter, Töne und natürlich auch Musikinstrumente kamen zum Einsatz.  Polizeischutz wie 1971 vor der Hamburger Staatsoper bei der Uraufführung von Kagels Staatstheater brauchten dessen Schüler gestern natürlich nicht, aber das 3 ½ Stunden-Happening haben nicht alle Zuhörer bis zum Ende erlebt.

Vor allem die endlosen Piano Sonaten Nr. 17 und 18 von Chris Newman, die Mikhail Mordvinov interpretiert, bringen uns an unsere Grenzen. Dabei hört es sich ganz und gar nicht zeitgenössisch an oder gerade deswegen. Beethoven ist herauszuhören und alte Songs von den Kinks wie Lola. Newman will einfach nicht, dass der Zuhörer sich wohl fühlt, deshalb gibt er ihm einen Beethoven, dessen Noten er vorher zerstückelt hat und die beim Zusammenbauen ihre Seele einbüßen mussten.

Zwischendurch hat die großartige Akkordeonistin Dorrit Bauerecker sehr expressiv immer ein paar Takte aus Viscum Album, das ihr Lehrer Manos Tsangaris komponierte, gespielt und einmal auch unzählige Heilkräuter heruntergesagt oder vielleicht das Zauberrezept einer Hexe verraten!? Viscum album ist die Weiße oder Weißbeerige Mistel. Davon hätten wir auch gern ein paar Takte mehr gehört.

Witzig und originell Neele Hülcker, sie gehört zur zweiten Nach-Kagel-Generation. Copy myself #2 für Stimme, Elektronik und Projektion heißt ihre Arbeit und dafür hat sie  umgekehrt, d.h. rückwärts abgespielte Tonbandaufnahmen aus ihrer Kindheit nachgeplappert und wieder aufgenommen. Dann vor dem Publikum den Grad der Peinlichkeit und der Nervosität, inklusive Temperatur, Puls und Blutdruck gemessen und dies auf einem online-Formular festgehalten. Die Peinlichkeit ist, verrät sie uns, von Mal zu Mal bedeutungsloser. Sie hat ihr Kunstwerk schon in der U5, unter einer Brücke, am Meer oder im Museum aufgeführt. Kagel wäre sicher stolz auf sie gewesen.

 

Kontraklang: Nach Kagel
Neele Hülcker – copy myself #2
©»mutesouvenir | kb«

 

Ähm Me, Hm (I) And M – Versuchsanordnung für vier Sprechende von Barblina Meierhans, ebenfalls eine Schülerin von Tsangaris, war ein Gespräch zwischen vier Personen, die sich – trotz Einsatz von Gesten und Gebärden – einfach nicht finden wollen und abgegrenzt von einander bleiben.

Von Manos Tsangaris hat der Klarinettist Theo Nabicht ein Stück für Kontrabassklarinette (und zwei Bierflaschen)„So Slow“ aufgeführt. Hierzu gehören insistenter Stimmeinsatz und Meckern aus dem Zuschauerraum, das erstmal sehr echt wirkt und der Störer sich böse Blicke einfängt – auch vom Klarinettisten. Tsangaris (*1956) ist ein echter Kagel-Schüler und Teilnehmer auf den einschlägegen zeitgenössischen Musikfestivals. 2016 hat er die künstlerische Leitung der Münchner Biennale als Nachfolger von Peter Ruzicka übernommen. 2015 war er Gast in der renommierten Villa Massimo in Rom.

Nicolas Kuhn (1989) war Schüler von Tsangaris in Dresden; arbeitet aber auch mit Helmut Lachenmann und anderen zeitgenössischen Größen zusammen. Er interpretiert und dirigiert oft seine eigenen Werke. Gestern  hat er das aufregende und sehr virtuoses Klavierstück „4“ vorgetragen und im Anschluss mit Stellenwort für Plattenglocke ein regelrechtes Studium von Klängen und Tönen durchgeführt. Mit einem Wattepad, einem Pulli, einer Kuhglocke, einem Stift oder weitere auf einem Tisch bereit stehende Gegenstände kreiert er auf der Plattenglocke alle möglichen Klänge, Un- oder Nichtklänge. 2014 entstand auf seine Initiative das Gegenklang-Orchester für seltenes Repertoire.

 

Kontraklang: Nach Kagel
Nicolas Kuhn  mit der Plattenglocke 
© »mutesouvenir | kb«

 

Der erste und letzte Beitrag war je ein Lied von Chris Newman (*1958). Ist das Sprechgesang oder Musiksprechen oder  irgendetwas dazwischen ?

Chris Newman ist ein experimenteller Grenzgänger und Tausendsassa und eigentlich mit Niemandem zu vergleichen. Dichter, Schauspieler, Künstler, Komponist, Performer und Provokateur natürlich. So wie er Leinwände zerschneidet und sie wieder irgendwie zusammenschustert hört sich auch sein Gesang an. Schlurfend kommt er auf die Bühne, zieht  zuerst seine Jacke und dann seine Schuhe aus und bring das Publikum genau dorthin wo er es haben will – nämlich raus aus dem Raum (gefühlt). Seine Darbietung ist eher ein konzeptionelles Kunstwert als Musik,  das erste Lied  Tree Tops,  hat irgendwie an Schubert denken lassen und der Abschiedssong “Wizzes” könnte auch aus den drunken songs seines Landmannes Purcell stammen. Er wirkt wie ein ganz müder und verbrauchter Wanderer, obwohl er noch keine 60 ist. Aber auch das gehört zu seiner Kunst und was soll man denn nach Kagel sonst machen?

Kontraklang hat hier eine Truppe von Komponisten und Protagonisten auf die Bühne gebracht, die uns auf jeden Fall sehr beschäftigt hat.

 

“If they can take it for ten minutes, then we play it for fifteen,” I’d explain. “That’s our policy. Always leave them wanting less.” (Warhol and Hackett, Popism, 193).

 

Christa Blenk

mehr

 

Votre nom : (oblig.)
Votre email : (oblig.)
Site Web :
Sujet :
Message : (oblig.)
Vous mettre en copie (CC)
 

Romaeuropa Festival: Emma Dante – Io, Nessuno e Polifemo

P1270225 
 Bühnenbild mit dem Schiff von Odysseus

Wie interviewt man einen Kyklopen?

Ich, Niemand und Polyphem

Darf man eintreten, fragt die Interviewerin Emma Dante vor Polyphems Felsen. Er reagiert erst gar nicht und dann sauer, er hat keine Lust gestört zu werden – nicht schon wieder, das hier ist Privatbesitz, verschwinden Sie, wirft er ihr an den Kopf.

Warum sprechen Sie eigentlich Neapolitanisch, Herr Polyphem, und nicht Sizilianisch. Ich komme mir hier vor wie in einer Komödie von Eduardo. Schließlich liegt die Höhle von Polyphem ja in Sizilien, genauer gesagt vor der Küste des Ätna. Das war das Stichwort für die Ein-Frau-Band wieder mit schrecklichen Geräuschen auf sich aufmerksam zu machen. Was ist das, fragt die Interviewerin. Der Ätna rumort, kommt lapidarisch die Antwort des Kyklopen.

Im Hintergrund sitzen die drei Sirenen-Rheintöchter, die vorher – sozusagen stereo – noch einen wilden Marionettentanz mit genauso aussehenden Holzpuppen aufgeführt haben. Später werden sie zu einer Art Dreifaltigkeits-Penelope, die einen nicht enden wollenden Ballen transparent-gewebten Stoffes über sich hinweg bewegen müssen und davon völlig erschöpft niedersinken. Leider setzt dann wieder die viel zu laute und einfach nicht interessante Musik ein und man hat schon wieder das Gefühl, dass es nicht genug zu sagen gibt in diesen 60 Minuten ( „If they can take it for 10 minutes, then we play  it for 15. That’s our policy. Always leave them wanting less“, soll Andy Warhol 1967 gesagt haben, als er unverdauliche Musik schrieb oder schreckliche Filme drehte).  Irgendwann werden die Rheintöchter dann zu glitzernden vampigen Discoqueens die mit Odysseus um die Wette tanzen; das Wachs scheint er diesmal vergessen zu haben, aber eigentlich verfallen sie eher ihm als umgekehrt. Der unsympathische Polyphem gewährt Odysseus‘ Gefährten kein Gastrecht, verständlich, schließlich sind sie bei ihm eingedrungen und haben seinen Käse gegessen. Die Szene in der Polyphem ganz nach Voodoo-Art die Puppen zerbricht, was die Sirenen-Marionetten zucken und zappeln und wahrscheinlich dahinscheiden lässt,  ist originell. Aber Odysseus‘ Rache ist bitter, wie wir wissen sticht er ihm das Auge aus, denn Kyklopen haben von der Geburt an nur eines. Ohne Erinnerung sind wir niemand, sagt „Niemand“-Polyphem als Antwort auf die Frage, warum er das Angebot auf Unsterblichkeit der bezaubernd-lockenhaarige Calypsos verschmähte. Aber Odysseus will endlich heim zu Penelope..

Früher habe ich Männer bevorzugt, als Mahlzeit natürlich, sagt Polyphem und blickt zu der ihn interviewenden Emma hin, aber seit Odysseus in meinen Kopf ist, geht das nicht mehr.

Und was sie ihr denn zum Abschied noch mitgeben könnten, was sonst keiner hätte. Nun ja, ein Rezept, ein originelles neapolitanisches Rezept.

Das Thema ist durchaus originell und die Darsteller, vor allem die drei Tänzerinnen (Federica Aloisio, Viola Carinci, Giusi Vicari, Choreographie Sandro Maria Campagna)  sind nicht zu kritisieren. Aber warum Emma Dante gerade diese viel zu laute Diskomusik (Serena Ganci hat sich wirklich voll verausgabt) ausgewählt hat, kann man sich nur dadurch erklären, dass Odysseus ja auch von dem Geschrei der Sirenen fast wahnsinnig geworden ist.

Emma Dante selber war die Interviewerin und Salvatore D’Onofrio und Carmine Maringola waren Polyphem und Odysseus.

P1270227
Interviewerin mit Odysseus und Polyphem

Christa Blenk

 

Mehr zu Emma Dante – Operetta Burlesca und Gisela

 

Votre nom : (oblig.)
Votre email : (oblig.)
Site Web :
Sujet :
Message : (oblig.)
Vous mettre en copie (CC)
 

 

Impressionen Highlights 2014

Musik-Theater-Kunst-Highlights in Rom und anderswo - 2014

 

Isadora DuncanmercierPoseidon-TempelsalzP1140617Andante 2008- Óleo-lienzo 40×47 cm.bigbamboo3cellist-palazzo farnesemonduebervillaadrianathermepicknickKlagemauer

Cristina Crespo hat sich die tanzenden Musen vorgenommen, die Ausstellung dazu wird Anfang April in der Casa della Civetta stattfinden, während JN gleich selber die  zeitgenössische Topf-Symphonie dirigiert und dabei eine wirklich “bella figura” macht. In Paestum wird im Sommer 2015 zum ersten Mal ein Musik-Festival stattfinden (mehr wird noch nicht verraten). Ein Aufenthalt im bretonischen Salzland war genauso interessant wie der Besuch im Studio von Antonio Passa. Während “Andante” ihren Kopf nach unten steckt (oder in den Sand) steht der Big Bamboo immer noch und lädt ein, die Höhen zu erklimmen. Der italienische Cellist spielte die Bach Suite, die Rostropovic vor 25 Jahren an der Mauer spielte und der Trabi fuhr direkt durch das Teatro Marcello. In der Villa Adriana konnten wir unter unglaublichem Vollmond und vor alten Mauern das NDT mit erleben. Die Mauer der durch häusliche Gewalt getöteten Frauen steht auch noch, obwohl sie ihre Reinheit durch unschöne Schmierereien verloren hat. JN hat für eines seiner Fotos von der Mauer sogar einen Preis beim Goethe Institut Wettbewerb “Helden wie wir” gewonnen ……..

aber sehen Sie selber!

P1130230 2014 habe ich mich intensiver mit dem #neuen Rom beschäftigt und dazu EUR einen Besuch abgestattet. Im Laufe der ersten Monate 2014 ist daraus dann ein langer Artikel über die #zeitgenössische Architekturin Rom geworden, was mich später zu einer Serie Rom-Spaziergänge und im einzelnen über #Bernini, #Borromini und die #Renaissance in Rom animiert hat. Weitere werden folgen. Die meisten Bernini Skulpturen in Rom stehen in der Galleria Borghese und diese hatte ihnen für eine Zeitlang #Giacometti gegenüber gestellt. 2014 bekam Rom außerdem zwei neue #Stolpersteine .

GG_nb_06 Das Wagner- Jahr ging zwar 2013 zu Ende; die Oper Regensburg hat aber trotzdem oder deswegen im Januar 2014 eine sehr spektakuläre und witzige #Aufführung der Feen inszeniert. Mit Feen und Waldgeistern hatte sich 2013 auch #June Papineau befasst. Im Frühjahr 2014 zivilisierte sie ihre Laubfrauen und Moorgeister und brachte den #Great Goyesque nach Lausanne in eine Galerie. #Jean-Noel Pettit ha fait une traduction de cet article.

ex_passa Eine Entdeckung 2014 war der italienische Künstler  #Antonio Passa. Sein Ri-tratto di Antonio wurde von #Riccardo Santoboni vertont und daraus entstand eine Art mathematisch-malerische Symphonie, die er bei der Aufführung der Vernissage auch mit vier Musikern aufführte. Überhaupt gab es in diesem zu Ende gehenden Jahr viele Konzerte und Veranstaltungen, die sich mit zeitgenössischer oder elektronischer Musik auseinandersetzten, wie z.B. das #Controtempo Festival in der Villa Medici. Auch die Veranstaltungen des #CRM (Centro Ricerche Musicali) waren immer sehr spannend und anregend. Eine Ausstellung im Macro, #OASI,  brachte elektonische Musik und Kunst zusammen, bei #Feed Drum war es elektronische Musik und Tanz.

Ein Expositions-highlight in 2014 war natürlich die lang erwartete #Frida Kahlo Ausstellung in den Scuderien. #Rodin war in den Diokletian-Thermen zu sehen. Aber auch die anderen Museen oder Galerien konnte durchaus mithalten. Es gab im ersten Halbjahr die #Impressionisten aus Washington in Ara Pacis, #Andy Warhol auf dem Corso, #Simon Hantai in der Villa Medici, Rodin in den Diokletian-Thermen und dann #Alma Tadema und die ästhetische Bewegung.

phantabrass-mit Schiaffini und Schiavoni Etwas ganz besonders und außergewöhnlich interessant war die Anwesenheit bei einer Live-Übertragung im Radio RAI3  Gebäude in Prati  die #Performance einer Anti-Kriegs-Kantate, gesungen und vorgetragen von #Silvia Schiavoni zur Musik von Giancarlo Schiaffini mit dem Orchester Phantabrass. Auch interessant war das Abschlusskonzert der Villa Massimo im Auditorium mit zwei Uraufführungen. Ein anderes “barockes” Highlight war Scarlattis  #La Giuditta” durch das Concerto Romano.

Parajes nuncios de Infinito (1999-2009) Nube von Carlos de Gredos – Foto Christa Blenk Im Frühjahr und Sommer  standen auch einige Reisen auf dem Programm. Die eine führte uns auf die Spuren von Jean Luc Bannalec auf die #Glenan Inseln und später dann in das Salzland der #Bretagneund der Vendee. Leider sind die beiden Fernsehfilme über diese Krimi-Geschichten total unansehbar und billig. Madrid stand im Mai auf dem Programm und damit verbunden ein aussergewöhnlicher Besuch bei #Carlos de Gredos in seinem Cerro Gallinero und eine dritte – sehr persönliche – Reise der Erinnerung ging nach San José und zum #Cabo de Gata. In Madrid habe ich außerdem die Künstler #Gerardo Aparicio und #Guillermo Lledó näher betrachtet. Im umgebauten Reina Sofia Museum fand gerade eine Ausstellung von Hanne Darboven statt, die mir die Künstlerin dann doch ein wenig näher gebracht hat.

vulkan4 Im   Sommer hat es uns außerdem auf den #Stromboli getrieben. Der Aufstieg sowie das Zurückkommen um Mitternacht war ein ziemlich unvergessliches Erlebnis und auf jeden Fall eines der Italien-Höhepunkte. Daraufhin haben wir uns dann gleich für das nächste Jahr die Ätna-Besteigung vorgenommen.

P1190873  Musikmässig war auch ganz schön was los im Frühjahr. Die Oper Rom traute sich an zwei #Ravel-Stücke, und es gab zwei sehenswerte Aufführungen von #Little Match Girl Passion und von #Brundibàr. Die #Ars Ludi beeindruckten uns wieder gegen die Zeit in einem der schönen #Aula Magna Konzerte. Die Saison im Auditorium Parco della Musica ging #swingend zu Ende. Darunter fällt auch ein Glanzauftritt der Mexikaner und wir haben gelernt, dass der Danzón mindestens so aufregend wie ein Tango sein kann. Brasilien hat auch zwei seiner besten Musiker nach Rom kommen lassen zu einem #bezaubernden Barockkonzert für Cembalo und Querflöte kurz vor Weihnachten.

P1200125  #Paola Romoli Venturi, die wir schon im letzten Jahr im #MAAM kennen gelernt haben, wir hier genauer betrachtet. Weitere neue Künstlerinnen auf dem blog sind #Christa Linossi und #Schirin Fatemi. Cristina Crespo arbeitet gerade an einer langen Geschichte über #Musen und Tanz, die hier genauer beleuchtet wird.

Im Sommer fand wieder der Festival in der Villa Adriana statt. Wir haben uns Vorstellungen von #Martha Graham und dem #NDT angesehen. Auch in der Nähe von Rom, in Albano, fand dieses Jahr zum ersten Mal ein kleineres Festival statt, bei dem wir zwar ziemlich gefroren aber uns sehr gut bei der Cavalleria Rusticana unterhalten haben.  Auch open air war eine Veranstaltung in der spanischen Akademie vor dem bezaubernden Bramante Tempel. #Aire von Javier Moreno.

Unsicker-Chorus Assisi hat eine sehr umfangreiche Ausstellung über die Mauer-Kunst #”no more walls” organisiert. Wir sind hingefahren, um sie uns anzusehen. Auf dem Rückweg sind wir dann ein wenig durch Umbrien und  haben, Spoleto, Spell0, Perugia und  Gubbio besichtigt. Ansonsten haben wir viele kleine Orte in der Nähe von Rom besucht, meistens Tagesausflüge und alle sehr sehenswert wie #Calcata, Civitta di Bagnoreggio oder Grottaferrata und natürlich unser #Viertel San Lorenzo richtig kennen gelernt. Und dann kam im #November Paestum!

Nach der Sommerpause wurden dann nach und nach viele interessante Ausstellungen eröffnet wie z.B. #Escher, Mario Sironi, Sander und Lerski in der Villa Massimo, ein Besuch in der Villa Medici lohnte sich auch wieder, #Memling ist noch bis zum 18. Januar 2015 in den Scuderien zu sehen so ist #Normann Rockwell. Die GNAM macht einen Rundumschlag zwischen Sezession und Avantgarde und:

jamieMcdermottinRom Das Romaeuropa Festival begann mit einer fantastischen Aufführung in der Villa Medici #”Il ballo delle Ingrate”.Wir haben auch einen Liederabend mitgemacht, der #Benjamin Britten gewürdigt hat sowie eine weniger gute Aufführung von King Arthur. Der Höhepunkt war die #Carmen mit Dada Masilo.

Palabras Die Casa di Goethe hat die Serie der Aktivitäten fortgesetzt und nach Grünbein und Lewitscharoff ging es mit Dichterlesungen , incontro Romani und Ausstellungen wie zB. mit der  Sammlung von Erdmannsdorff oder Portraits von Isolde Ohlbaum weiter. Ein Abend war Tischbein gewidmet. Und hier mache ich mal einen kleinen Exkurs ins Kino und stelle den besten Film in 2014 vor: nämlich #Grand Hotel Budapest.

cellist-palazzo farnese Und natürlich wurde auch der Mauerfall vor 25 Jahren hier gefeiert. Einmal mit einem #zeitgenössischen Konzert in der französischen Botschaft mit dem Titel “Jenseits der Grenzen”. Ein italiensicher Cellist spielte die Bach Suite wie dies  Rostropovic an der Mauer 1989 tat. P1190162-sepia-  petiteUnd zweimal war eine ganze Nacht lang der Trabi am Teatro Marcello antreffen.

imageEs gab auch wieder Gästebeiträge in 2014. Birgit Käppeler hat über ein deutsch-Italienisches Theaterprojekt in Zusammenarbeit mit dem St. Pauli Theater  in San Guzné in der Toskana berichtet. Blutige Aprikosen hieß das Stück, das in dem kleinen Ort mit Laiendarstellern auf die Bühne gebracht wurde.  Das Fenster in die Toskana ist vom lokalen Künstler Lorenzo Vanni.

Jean Noël Pettit hat den Artikel über “The Little Match Girl Passion” ins Französische und Brigitte Meyer hat das Portrait über Tiziana Morganti ins Italienische übersetzt.  Außerdem hat Brigitte Meyer das Portrait von Antonio Passa und die Musikbeschreibung von Riccardo Santoboni dazu ins Italienisch übertragen .

Vielen Dank!

borjaprimordial 011Als Zugabe gibt es dieses Jahr die Projekte, Aquarelle und Zeichnungen von Emanuel Borja, dessen Seite dieses Jahr ein wenig zu kurz kam. Was sich aber ändern soll. Die kleinen Holzskulpturen Pas de droits sur l'album 276409 waren Modelle für sehr große Holzarbeiten, die aber – bis auf eine – beim Umzug von Rabat nach Rom leider zerstört wurden. Die Aquarelle Pas de droits sur l'album 254353 hingegen sind in Bonn entstanden, als er sich von seiner ersten Operation erholte; die Zeichnungen Pas de droits sur l'album 251660 immer wieder zwischen durch. Ich habe sie aus seinen Tagebüchern eingescannt. So auch die Primordial-Projekte Pas de droits sur l'album 251673

Wer über die Feiertage einen kleinen Ausflug in Rom-Nähe machen möchten. Auf Artmore gibt es viele Vorschläge für Tagesausflüge. Gute Fahrt im Neuen Jahr 2015 wünsche ich und freue mich wieder auf Euren Besuch hier auf den blog mit Geschichten und Berichten aus Italien und mehr.

Vielen Dank an die treuen Leser, die interessanten Kommentare und das positive Feedback! Vielleicht möchte Jemand ja auch seine persönlichen Highlights mitteilen!

Bilderreise 2014

Christa Blenk

 

Votre nom : (oblig.)
Votre email : (oblig.)
Site Web :
Sujet :
Message : (oblig.)
Vous mettre en copie (CC)
 

 

 

Andy Warhol – Ausstellung in Rom

Ein Ausstellungsbericht über die Andy Warhol Ausstellung

im Palazzo Cipolla in Rom

Peter Brant Sammlung – noch bis September 2014

marilyn Shot light blue Marilyn

May I shoot your painting?

Fragte ihn ein Besucher und auf Warhols „sure“ (er dachte natürlich an ein Foto) zog der andere eine Pistole und schoss Light Blue Marilyn (1964) mitten in den Kopf. Der weiße Fleck in der Mitte der Stirn spricht von den Reparaturarbeiten und so entstand Shot Light Blue Marilyn .

Dieses erwarb der junge Kunstsammler Peter Brant 1967 für 5000 US Dollars.

Christa Blenk

 

Artikel für Kultura Extra

 

Nachfolgende Beiträge über Kunst, Theater und Musik sowie Künstlerportraits  sind auf KULTURA EXTRA erschienen (zum Teil gekürzt):

 

 David Hockney – Centre Pompidou Paris

Hof Klang

 Im Garten von William Christie – 2017

Portrait: Nestor Boscoscuro

Pellworm

Picasso – Piedad y Terror

LOT in Hannover

Otto Niemeyer – Holstein – Usedom

Trauma – Catch 3000 

Ad Arma Fideles – Concerto Romano

Cy Twombly – Paris

Im Netzwerk der Berliner Moderne

George Condo

KINDL – Museum 

Omer Fast 

Der Britische Blick

Unheimlich – Ausstellung in Bonn

20 Jahre Hamburger Bahnhof

GOLEM – Ausstellung

Büro für postidentisches Leben

Carl Andre – Hamburger Bahnhof

El Siglo de Oro – Berlin

Belle Ile en Mer

William Kentridge – Am Tiber in Rom

 FFF – Proserpina

FFF – Schwarz auf Weiß

 Auf dem Weg zu Berninis Highlights

Paula Modersohn-Becker

Botero Via Crucis

Kulturhauptstädte 2016

The Bassarids

Mark Polscher – CD Besprechung

Retrospektive BALTHUS

Stockhausen – Stimmung

Festival de Lanvellec

John Adams – Oper Rom – We were lookig at the ceiling and then we saw the sky

 Islamische Kunst in den Scuderien

 Henze Collezionista

 Frauke Aulbert

 Geburstagskonzert für Hans-Werner Henze

 Nasan Tur

 Ausstellung Zeitalter der Angst

 Ausstellung Chagall – Love und Life

 Genius Loci

 Il Barocco a Roma

 Arp Museum Rolandseck

 Matera

Bellissima

Sacred Music for the Poor – CD Besprechung

Matisse Arabesque

Giorgio Morandi

Eötvös und Grubinger

 Musik-Kunst-Happening Aula Magna

Henzes “Gisela!” im Teatro Massimo

Cristina Crespo

Memling

Norman Rockwell

Paestum

Nach hundert Metern beginnt der Wald – Schiaffini-Schiavoni-Projekt

Abschlusskonzert 2014 Villa Massimo

Jenseits der Grenzen

Dada Masimo beim Romaeuropa Festival

Misa Azteca

 Britten – Cabaret Songs

Escher in Rom

Letizia Renzini – Romaeuropa Festival

elektronische Musik und zeitgenössisches Ballet – CRM

Spaziergang durch San Lorenzo

Wie sich von der Kunst befreien – Ausstellung Villa Medici

Nederlands Dans Theater

Martha Graham

Warhol – Peter Brant Sammlung in Rom

Paola Romoli Venturi – Pacific Trash Vortex

No more walls – Ausstellung von 48 Mauerstücken

Guillermo Lledó – Minimalist

Die Zeit und die Dinge – Hanne Darboven

Cerro Gallinero – Kunst- und Naturzentrum im Herzen Spaniens

Brundibár – Oper Rom

The little match girl passion

 Frida Kahlo

 Rodin – Marmor – Leben

 The Great Goyesque

 Il-Ri-tratto di Antonio

Alma Tadema und die Englaender im 19. Jahrhundert

 Impressionisten aus Washington

Giacometti  

zweimal Ravel in Rom

Wagners Feen in Regensburg

Stolpersteine in Rom

MAAM

Tiziana Morganti

Abschlusskonzert der Villa Massimo Stipendiaten

Jonas Netter Sammlung

Poliakoff in Paris

Der Traum in der Renaissance in Paris

 Jacob Jordaens in Paris

 Christa Linossi – Fotokünstlerin

Cezanne und die Italiener des 900

Jean Fabre – Theater Romaeuropafestival

 Clemens von Wedemeyer

Artist of the Year

Pinakothek der Moderne in München

Big Bamboo al Testaccio

Im Garten von William Christie

Le Gois – am Atlantik

Portrait Helena Aikin

Portrait June Papineau

Portrait MAXXI Rom

Portrait Hannsjörg Voth

Pina Bausch in Neapel

Marcello Nardis a Ravello

Candida Höfer Galleria Borghese

Sebastian Salgado Fotos

 Ausstellung Empire State

 Louise Nevelson

Pierre Soulages

Cubisti Cubisti

Besprechung DVD Madame Curie

Steve Reich Konzert in der Aula Magna

Samson und Dalila

 

Kunst

Ausstellungsbeschreibungen und Besuche

 

Escher

CRM

NO MORE WALLS

Hanne Darboven

Cerro Gallinero

Andy Warhol

OASI

 Rom und die Architektur im 20. und 21. Jahrhundert

Frida Kahlo

The Great Goyesque

Antonio Passa

Rodin

Alma Tadema

Nilmosaik

Nomachi

Giacometti trifft Bernini

Impressionisten aus Washington in Rom

Tischbein kehrt auf den Corso zurück

Stazione Tiburtina

Stolpersteine

To be or not to be

EUR – das andere Rom

Klagemauer in San Lorenzo

Street Art San Lorenzo

Future Goyescos


Kunst und mehr

Tempel

Tempel

Visiteurs

Il y a 1 visiteur en ligne

Archives


Burkinartisanat |
Ann'artist |
Theyounglife |
Unblog.fr | Annuaire | Signaler un abus | Peinturejoelle
| Flamenco y Co...
| Imagineproject