Palermo ist eine Reise wert

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B+B Innenhof Torre dei Federico; Teatro Massimo; San Cataldo Kirche mit maurischem Einfluss; Fragment Mosaik Hofkapelle; JN und Ludovico in der Königsloge im Teatro Massimo; Hagel in Palermo

Palermo oder

“Gisela! oder: Die merk- und denkwürdigen Wege des Glücks“

Henzes letzte Oper (und natürlich um unseren Freund, den Tenor Marcello Nardis als Gennaro zu hören) mit diesem vielsagenden Titel waren die Auslöser unserer Palermo-Reise Ende Januar 2015 und unser Ankommen dort hatte sehr viel mit merk- und denkwürdig aber vor allem mit Glück zu tun.

Unsere Freundin aus Berlin, Gisela, die – wieder mal – zum Katerhüten (weil wir vorher ein paar Tage am Atlantik waren) gekommen war, wollte ursprünglich auch nach Palermo mitfahren (eine Nacht würde der Kater Charly auch allein überleben). Und obwohl ich für morgens 6.15 ein Auto zum Flughafen bestellt hatte, wollte sie ihn dann aber doch nicht alleine lassen, fühlte sich ein wenig müde und blieb in Rom.  Wir freuten uns über das Auto und das bequeme Fahren zum Flughafen Ciampino (denn ohne unseren Ehrengast hätten wir uns kein Auto geleistet) und waren schon um kurz vor 7.00 Uhr dort. Boarding sollte um 8.00 Uhr sein, also noch genug Zeit! Ein Blick auf die Abflugstafel verunsicherte mich aber dann doch, denn unser Flug war nicht angezeigt. Komisch, sagte ich zu JN und er holte seine Boardkarte heraus und sagte ganz lakonisch und ruhig, nein, gar nicht komisch, unser Ryan Air Flug fliegt von Fuimicino nach Palermo! Schock und Mist und mea culpa, ich hatte die Boardkarten ausgedruckt und das Auto bestellt, das hätte mir auffallen müssen. Also schnell raus und zum nächsten Taxistand. El prossimo (so fragt man in Italien welches Taxi frei ist) war ein alter großer Kasten mit einem durchgeknallten Fahrer und ich sagte ihm „falscher Flughafen, wir müssen schnell nach Fuimicino“ und er nur „corriamo“ (wir werden schnell sein) und dass der Spaß 60 Euro kosten würde. JN verlangte von ihm, die Uhr einzuschalten, was er ablehnte mit dem Hinweis, dass Ciampino-Fuimicino einem Festpreis unterläge (wahrscheinlich machen noch mehr diesen Fehler, dachte ich bei mir, was mich aber nicht beruhigte …)

Das mit dem corriamo hatte er ernst gemeint und ist wie ein Wahnsinniger in 20 Minuten von Ciampino nach Fuimicino gerast, mittlerweile war auf dem GRA auch schon mehr Verkehr. Um 7.25 setzte er uns strahlend dort ab. Auch wegen Gisela, unserer nicht Henzes, hatten wir die erste Reihe reserviert, der Mittelplatz frei und bei klarem Wetter flogen wir ab und kamen bei Regen in Palermo an. Soll mir keiner mehr was über Palermo sagen, der Flughafenbus sollte um 10.00 Uhr wegfahren und das tat er auch, auf die Minute. Allerdings hat es dann doch etwas lange gedauert ins Zentrum zu kommen – Regen und Verkehr und eine Baustelle ließen uns erst um 11.15 Uhr am Bahnhof ankommen. Laut Stadtplan lag unser Hotel „das B+B Torre die Federico“ (ein Glückgriff wie sich später herausstellen sollte) in Fußnähe und mit eine wenig Verlaufen haben wir es auch ganz schnell gefunden. Dort öffnete uns Vittoria die Tür, sie ist die Frau eines des Grafen, die schon mit  den Normannen hier ankamen – deshalb lag ihr Palazzo mit der genialen Treppe in den vierten Stock auch ganz in der Nähe des Normannenpalastes . Sie war allerdings ein wenig verärgert, dass wir nun ein Zimmer doch nicht brauchen würden, hatte sie uns doch das größere Appartement mit zwei Schlafzimmern, zwei Bädern,  Küche und Wohnzimmer (ansonsten hat sie noch eines mit einem Schlafzimmer) reserviert. Ich sagte ihr aber, dass wir selbstverständlich das zweite Zimmer bezahlen würden, was sie aber sofort und kategorisch ablehnte mit dem Hinweis, die Palermitaner wären nicht so etc. wir haben dann ca 30 Minuten versucht bei booking wenigstens das zweite Zimmer zu stornieren, damit sie keine Gebühren zahlen musste. Das ging aber nicht mehr, also haben wir diese wenigsten übernommen. Mittlerweile hatte der Regen aufgehört und wir machten uns auf den Weg zum Teatro Massimo, dort hatte Claudia unsere Tickets hinterlegt. Nachdem wir diese mit großer Freude an uns genommen hatten, gingen wir erstmals zum Mittagessen ins Caffè Spinnato und anschließend in die Capella Palatina (Hofkapelle). Um 16.30 Uhr sind wir dann ziemlich nass zurück ins Hotel, um uns für den großen Opernabend vorzubereiten. Wir wollten aber trotzdem vorher versuchen, unser drittes Ticket los zu werden. Das war dann auch ganz leicht, zwar für einen Spottpreis, weil die Tickets eine Stunde vor Beginn nur noch die Hälfte kosten, dafür aber an eine sehr nette und interessante Dame, die den stage director gut kannte, der auf ihren Anruf auch gleich in unsere Loge kam, um uns für den nächsten Tag einzuladen, den Abbau von Gisela mitzuerleben und das Theater zu besichtigen. Das was so unglaublich nett, dass wir es gar nicht glauben konnten. Kurz darauf kam dann noch Marcello Nardis, der die Rolle des Gennaro hatte, in die Loge und wir verabredeten uns nach der Vorstellung zum Abendessen. Hier folgt nun die Beschreibung der Oper für Kultura Extra.:

Augenzwinkernder, testamentarischer Abschiedsstreich!

Oper, sagte Henze, ist eine besonders künstliche Kunstform, bei der nichts den Tatsachen entspricht und die Musik für die Glaubwürdigkeit auch der seltsamsten und ungewöhnlichsten Seelenzustände geradestehen muss. Sie muss ihre Hörer betören, verzaubern, verschrecken, beschwören, verführen, unterhalten, bei der Hand nehmen und in nächtliche Zaubergärten einlassen oder in gleißendes Tageslicht stoßen (aus Reisebilder und Böhmische Quinten). Dann sagt er weiter: “meine Musik lebt von ihren Widersprüchen, steckt voller Dornengestrüpp, Stacheln und Unannehmlichkeiten. Sie ist giftig wie Schlangenbisse, ihre Umarmungen können gefährlich werden, sich als Betrug Herausstellungen, den Erwartungen nicht entsprechen (das schrieb er 1991). 

Das großartige Teatro Massimo in Palermo hat die Saison 2015 mit Hans Werner Henzes “Gisela! oder: Die merk- und denkwürdigen Wege des Glücks“ eröffnet. Dieses „Musiktheaterstück für Sänger, Mimen, Ballett, kleinen gemischten Chor und Instrumente ist Henzes letztes großes Werk. Er hat es ganz bewusst nicht „Oper“ genannt. Zur Mozarts Zeiten hätte es die Bezeichnung „Singspiel“ bekommen. Ein großes und humorvoll-besinnliches Abschiedsgeschenk. 

Der Vorhang ist noch zu und doch beginnt beim Reingehen schon das Rätseln. Soll das ein weißer Vesuv sein oder eine Art mutiertes Riesenei? Jedenfalls bricht es plötzlich auf und Pulcinella (Gennaro) schießt heraus, um sich  in italienischer Sprache (der Rest des Werkes wurde natürlich in deutscher Sprache aufgeführt) dem Publikum vorzustellen. Dann hebt sich der Vorhang und die Reisegruppe aus Oberhausen kann am Bahnhof in Neapel ankommen. Sie sind gut gelaunt und tragen Sommerkleidung. Der Reiseleiter Gennaro, unser Pulcinella in geklonter, vielfacher Ausfertigung, begrüßt die Gruppe und bietet seine Dienste an. Gisela (man bemerke das Ausrufezeichen im Titel) mit ihren schönen hochhackigen roten Schuhen will dann auch gleich ins Nationalmuseum und Angelikas Kaufmanns Bilder bestaunen. Während der Vulkanologe Hanspeter Schluckebier, bieder, deutsch, ernst, gewissenhaft, mit grüner Jeans und Jackett sich schon auf den Vesuv freut, um ihn, in Humboldt-Manier, gründlich zu erforschen fiebern die restlichen Mitreisenden in Vorfreude dem Trip zur Amalfiküste entgegen. „Nicht weit von hier ist der Parsifal entstanden.  Richard Wagner war glücklich in Ravello“!. Allgemeinplätze werden verkündet und verbreitet und, ähnlich wie bei den Personen der Commedia dell’Arte, vermischen sich Realität mit Fiktion genau so schnell, wie man die schwarze Augenmaske aufsetzen und wieder abnehmen kann. 

Aber zuerst führen uns Henze und Dante zu einem neapolitanischen Spektakel mit Tanz und Klamauk, eine Parodie à la Laurel und Hardy, bei der nicht nur die roten Kostüme eine Hommage an Strawinkys „Sacré du Printemps“ verkünden. Gisela und Gennaro kommen sich näher und Hanspeter wird eifersüchtig,  symbolisiert  mit gelben Rosenstöcken. Diese Szene ist herrlich und sieht so leicht und spritzig aus wie sie, laut Gennaro/Pulcinella Marcello Nardis schwierig für die Sänger war. Hunderte von diesen, fast personengroßen Rosenstöcken werden vom Pulcinella-Stamm so bewegt, dass sie zuerst den Weg von Gisela ins Glück markieren, dann zwei getrennte Zimmer andeuten, in denen die beiden  sich zur Ruhe legen können, bis die  frisch Verliebten gemeinsam die Blumenmauer einreisen und sich vereinen. Gennaros (wetterbedingte) Bedenken mit Gisela nach Oberhausen zu gehen, wischt sie kurzerhand weg „bei uns regnet es zwar oft, aber jeder hat einen Regenschirm!“  Dem kann er natürlich nichts mehr entgegensetzen. Derweil Hanspeter immer noch an die bevorstehende Hochzeit mit Gisela denkt und die Menü-Vorbereitungen anlaufen, verkündet eine andere Reiseteilnehmerin, dass Gisela und Gennaro abgereist seien. Ist es Traum oder Wirklichkeit! Der erste Akt endet grau in grau und die beiden Liebenden tanzen in grauen Trench gekleidet unter zwei grauen Regenschirmen und von der farbenprächtigen Neapelstimmung bleiben nur noch Giselas rote Schuhe und die Musik!

“Dem heiligen Januarius, durch das Wunder seines Blutes vor Hunger, Krieg, Pest und dem Feuer des Vesuvs gerettet, Neapel, seinem Mitbürger, Patron, Beschützer.” (Spruch im Dom)

Im zweiten Akt wird diese Graustimmung fortgesetzt und weist uns und die Protagonisten den  merk- und denkwürdigen Weg zum Glück und so etwas geht natürlich nur im Traum! Ironische Tutu-Balletteinlagen purzeln durch eine farbige Grimmsche Märchenwelt. Die sieben Zwerge beschützen Schneewittchen vor der bösen mann-artigen Königin, bis dann ein Jäger auftaucht und nacheinander alle bedroht, das Gewehr ständig den Besitzer wechselt und der Traum kurzzeitig zum Alptraum wird, oder sind wir vielleicht doch im Ruhrgebiet? Ein beklemmend-fröhliches Durcheinander, wie es nur in einer Scheinwelt existieren kann inklusive dem erleichterten Erwachen. Dann ist der Traum anscheinend zu Ende (oder auch nicht) und  man legt wieder die hell-fröhlichen Commedia dell’Arte- Gewänder, die ein wenig an Derwische erinnern, an. Oberhausener Regenschirme und Grau verschwinden und „Frei und glücklich“ bewegt sich das deutsch-italienische Paar Hand in Hand auf den feurigen Vesuv zu, der mittlerweile im Hintergrund rumort. „Oh, du schöner Vesuv, du bist Zeuge: Freiheit und Tugend werden immer mit uns sein“. Gennaro scheint aber Neapel dann doch nicht vor dem Ausbruch bewahrt zu haben. Ein Happy End ist es allemal, sonst hätte Henze ja nicht auf die merk- und denkwürdigen Wege zum Glück verwiesen. Emma Dante hat das jedenfalls verstanden. 

Während der erste Akt spritzig, schnell und leidenschaftlich ist, wird die Musik im zweiten Akt langsamer, auch ernster und ist nun mehr denn je gespickt mit meisterhaften Referenzen an alle Komponisten, die für Henzes Musik und Leben wichtig waren. Immer wieder Bach-Zitate, unterbrochen von Mozart, Hindemith, Mahler, Strawinsky, ja sogar Wagner und neapolitanischer Volksmusik und natürlich Rückblicke auf sein eigenes so umfangreiches Werk.

In Neapel war er glücklich und noch als 70-jähriger schreibt Henze, wie sehr er die Neapelzeit vermisse. Das Ende ist der Anfang und der Beginn der Suche nach dem Glück. Henze der Romantiker, er hat nach schwerer Krankheit 2006/2007 nochmals 3 wichtige Werke geschrieben – unglaublich!

Gisela“ ist ein großes zitatenreiches und symbolisches Abschiedsgeschenk aber nicht unbedingt ein Alterswerk, gedacht für junge Musiker und Sänger. Die romantische und sensible Kunststudentin Gisela Geldmaier ist sicher ein Gedanke an Henzes beste Freundin, Ingeborg Bachmann, mit der er lange Jahre in Neapel lebte. Gisela Geldmaier kommt aus Oberhausen, das liegt  um die Ecke seines Geburtsortes und seine Mutter hieß mit Mädchennamen Geldmacher.  Vielleicht war es aber auch eine Hommage an Margot Fontayn, die Henze verehrte und die er zum ersten Mal in „Giselle“ in den 50er Jahren hat Tanzen sehen. Giselas Verlobter heißt Hanspeter, fast so wie er selber. Hanspeter ist ein gewissenhafter und akkurater Westfale, eher schüchtern im Umgang, wie Henze sein Leben lang unter einem Provinzkomplex (seine Worte) gelitten hat. Gennaro ist der Schutzheilige von Neapel, nur er kann verhindern, dass der Vesuv wieder ausbricht (was er laut Emma Dante dann aber doch tut!). Er ist draufgängerisch, hitzig und wahrscheinlich eher oberflächlich. Die beiden sind so gegensätzlich wie es das grau-schwarze Oberhausen im Vergleich zum stürmischen Vulkanausbruch eines Vesuv nur sein kann.

Henze war in den 50er Jahren selber auf  einer merk- und denkwürdigen Suche nach dem Glück und vor allem auf der Suche nach seiner Musik, nachdem er sich den Dogmen der Darmstädter Ferienkurse nicht unterwerfen wollte. In Deutschland konnte er nicht atmen oder seinen „Henze-Stil“ finden. Er wurde von Stockhausen gemieden und Luigi Nono (Gigi), den er trotzdem sehr verehrte, verließ bei Premieren das Theater schon vor der Pause.  Schon 1953 kam er deshalb  nach Ischia wo er auf das Paar Wystan Hugh Auden und Kallmann, mit denen er später einige Projekte durchführen würde, traf. 1956 zog er nach Neapel bis er sich in den 60er Jahren, schon mit seinem langjährigen Partner Fausto, in der Nähe von Rom (in Marino in den Albaner Bergen) nieder lassen wird.

Emma Dante hat ihn verstanden und ging sehr frei und kreativ mit dem Libretto um. Sie ist in Palermo geboren und aufgewachsen. Die Mütze von Pulcinella/Gennaro sieht aus wie das Füllhorn im Oratorio di San Lorenzo oder wie ein Teil der Dachdekoration der Kirche des Hl. Giovanni. Alles greift ineinander über und alles ist im allem verbunden.

1950, in Wiesbaden, arbeitete Henze an einem Stück von Moliere “Jack Pudding”. Es kam nie zur Aufführung, erst 1995  holte er es wieder hervor, machte aus dem Pierrot einen Pulcinella, verlegte die Geschichte in die farbige und leidenschaftliche Welt von Neapel und nannte es “Pulcinella alla ricerca della Fortuna per le strade die Napoli” (Pulcinella auf der Suche nach de Glück in den Straßen von Neapel) - ist die Gisela vielleicht hieraus entstanden? Pulcinella und Schluckebier, allein schon die Namen sprechen von seinen beiden Seelen, der westfälischen und der italienischen. In Neapel war er sehr glücklich und dort lässt er nun sein letztes Werk spielen.

Das Libretto haben Christian Lehnert und Michael Kerstan geschrieben. Die außergewöhnliche Akkustik in diesem  Theaters unterstrich nochmals das Können der Sänger und das Publikum  wurde von der Euphorie, die die Protagonisten untereinander hatten, angesteckt. Constantin Trinks hat das Hausorchester und die Solisten wunderbar durch diesen bunten seltsamen Traum geführt. Vanessa Goikoetxea und Arianna Vendittelli sangen Gisela, Lucio Gallo und Szymon Komasa waren Hanspeter und  Gennaro Esposito wurde abwechseln von Roberto De Biasio und Marcello Nardis gesungen. Das sind dann auch schon die drei Hauptpersonen, die allerdings so gut wie immer präsent sind (vor allem Gisela und Gennaro). Die originellen Kostüme hat Vanessa Sannino entworfen, die Choreografie Sabino Civilleri und Manuela Lo Sicco. 

Genau so hätte der Maestro sich seine Gisela gewünscht!“  Diesen Satz gab einer der Librettisten, Michael Kerstan, nach der Generalprobe von sich.

Als gemeinsames Auftragswerk der Ruhrtriennale und der Semperoper Dresden wurde Gisela 2010 kurz hintereinander in unterschiedlichen Versionen aufgeführt. Der damals 84jährige Henze hat für die Dresdner-Version  noch am Tag  der Premiere per Email Änderungen geschickt! Typisch für Henze, der im Laufe seines Lebens, sehr oft ein Stück wieder und wieder umgeschrieben hat. 

Das Teatro Massimo in Palermo, das übrigens die drittgrößte Bühne aller europäischen Theater hat und die beste Akustik aufgrund einer Konstruktion der Bühne, die dem Maul einer griechischen Theatermaske entspricht,  hat sich nun daran gewagt und ist stolz darauf, hat doch der Maestro den Großteil seines Lebens im Süden von Italien verbracht. 

Schade ist nur, dass man diese Version nicht ein wenig auf die Reise schicken kann! Es kommt einer Verschwendung gleich, diese Ideen und Einfälle wieder wegzusperren.

Nach der Oper holte uns also Marcello ab und brachte noch eine Freundin mit, die sardische Schriftstellerin Micaela Murgia, die ebenfalls zum Essen mitkam. Was wir seit dem morgen doch für ein Glück hatten…..

Am nächsten Tag besuchten wir ein paar Kirchen aber vor allem Ludovico im Theater, der uns über eine Stunde herumführte:  wir sahen also von Innen die zweitgrößte Bühne Europas, den noch rumliegenden Verlobungskuchen und die Loge des Königs Vittorio Emmanuel, die diese allerdings nie benutzte, da er Palermo nie besuchte – da hat er echt war versäumt.!

Anschließend zeigte ich JN noch das Hotel des Palmes, wo Richard Wagner seinerzeit abgestiegen war, immer vor dem plötzlich auftretenden Regen zu flüchten. Unser kleines Gepäck hatten wir heute morgen schon mitgenommen, -was sich aber mit der Zeit doch als ziemlich schwer herausstellte – und uns herzlichst von Vittoria verabschiedet, die uns ein sagenhaftes Frühstück kredenzte, für das der Graf den Kaffee machte.

Wieder pünktlich, diesmal auf die Sekunde, fuhr der Bus vom Bahnhof zum Flughafen.

Palermo ist eine Reise wert, sogar wenn keine Oper von Hans Werner Henze aufgeführt wird und die Sizilianer sind herzlich, sehr freundlich und aufgeschlossen.

Christa Blenk

 

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