Capena und Morluco

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Alberto du Luca – während des Vortrages – Art Forum Würth

Capena liegt im Norden von Rom – immer auf der Salaria entlang kommt man nach 32 km dort an. Der Ort hat eigentlich keine allzu großen Besonderheiten oder schöne Bauten, aber: dort gibt es das Art Forum Würth Capena.

Würth ist eine private Multinationale mit Hauptsitz in Künzelsau und Filialen auf der ganzen Welt (400 insgesamt in 84 Ländern). Weltweit gibt es ca. 64 000 Beschäftigte. Eine weitere Filiale in Italien steht in Bozen. Die Fam Würth hat seit Gründung dieses Konzern an die 16 000 Kunstwerke zusammen gekauft, die auf die jeweiligen Filialen verteilt werden.

Nach einer Ausstellungs über die Arbeit von Christo, die er in Künzelsaus realisiert hat (Christo war sogar anwesend) vor drei Jahren, gab es im letzten Jahr eine mit Werken von Lüpertz bis Paladino. Dieses Jahr hat man beschlossen, einige der Werke von Art Brut zusammen zu stellen “Nasi odorano tulipani” (Nasen riechen Tulpen).

Vor der Ausstellung, die jetzt nicht unbedingt große Werke zeigt, hatten wir aber das Vergnügen, einem beeindruckenden, kenntnisreichen  und leidenschaftlichen Vortrag über die Art Brut (Arte irregulare) von Bianca Tosatti zuzuhören. Sie definierte den Begriff und machte anhand von wichtigen und beeindruckenden Beispielen diese Kunstart salonfähig. Leider war von den ihr erwähnten Werken (Pietro Giuzardi; Massimo Manio, Albeto de Luca, Giulio Rosso, Antonio Ricabue oder Franca Settembrini, Antonio della Valleetc. ) dann keines in der Ausstellung zu sehen. Sie stellte Vergleiche hier zwischen Jean Dubuffet, Max Ernst, Marcel Duchamps, Van Gogh und erzählte Anektoten (z.B. hat eine Freundin Pietro Giuzardi einmal ihr Haus überlassen und als sie zurück kam hatte er es komplett mit Akten und Personen ausgemalt). Sie sprach von der Verbindung der Art Brut Künstler mit dem Kunsthistoriker Aby Warburg (1868-1929), der seit seiner  Typhus-Erkrankung als sechsjähriger labil und unstabil war und ab 1918 – nach den Kriegstraumata-  selber längere Zeit in einer Psychiatrie verbrachte) und vom Teatro Lenz in Parma.

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Morluco

Anschließend sind wir dann ins nahe liegende und sehr hübsche Städchen Morluco zum Mittagessen (von 14.00 – 16.30) in die  Trattoria Da Giglietto  – was ich nur wärmstens empfehlen kann  – gefahren.

Christa Blenk

 

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