Piazza del Popolo

piazzapopolo1Piazza del Popolo

Auf diesem Platz hat Johann Wolfgang von Goethe seine Gäste empfangen (seine gemeinsame Wohnung mit Tischbein war 20 Meter entfernt am Corso). So wie sich der Platz uns heute präsentiert, hat ihn der Architekt Giuseppe Valadier 1812 geschaffen. Trapezförmig war der Entwurf von 1793 für Papst Alexander VII. Valadier hielt sich aber nicht ganz daran sondern schuf zwei Halbkreise – wie auf Berninis Petersplatz. Der Obelist in der Mitte ist knapp 24 Meter hoch und der zweitgrößte (ägyptische) in Rom. Am Eingang zum Corso (und zu Goethes Wohnung) stehen die Zwillingskirchen aus dem 17. Jahrhundert – auch hier war Bernini beteiligt.

Auf jeden Fall kamen in den letzten Jahrhunderten die Besucher aus dem Norden (über die Konsularstrassen Cassia und Flaminia) genau an diesem Platz an. Goethe natürlich auch. Die Aurelianische Mauer, die direkt neben der Villa Borghese vorbeiführt, heisst hier Muro Torto. Gegenüber dem Tridente (Babuino, Corso, Ripetta) liegt dann die Kirche Santa Maria del Popolo, in der sich zwei übergroße Wahnsinns-Caravaggio-Tafelbilder befinden: nämlich “die Bekehrung von Paulus” und “Kreuzigung des Petrus” (ca- 1600). Übrigens lebte Martin Luther während seines Rom-Aufenthalts um 1510 (als er noch Augustinermönch war) hier im Kloster. Sicherlich haben die Zustände in Rom zu seinem Sinneswandel beigetragen. Für ihn war Rom ein Sodom und Gomorra.

piazzapopolo2

Hinter der Piazze geht es dann hoch zum Pincio und zur Villa Borghese und der Blick von oben ist berauschend!

Ob der Platz “Popolo” heisst, weil er mit dem Geld der Bevölkerung erbaut wurde oder weil dort früher Pappeln standen weiß man nicht.

Christa Blenk

Fotos: Christa Blenk

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